Ohne jeden Zweifel gehört die Champagne zu den Stars der internationalen Weinregionen. Die Weinerzeugnisse aus der Region im Norden Frankreichs zählen seit Langem zu den High-End-Produkten der Branche – sie ziehen großes internationales Interesse auf sich, auch in Königshäusern trinkt man Champagner gerne. Doch das Image ändert sich: Das einst aristokratische Produkt wird zum Kultgetränk für alle.

Auf einer Fläche von rund 34 000 Hektar gedeihen die Grundweine des Champagners. Nur wenige Rebsorten sind erlaubt: Chardonnay, die 28 Prozent der Anbaufläche stellt, Pinot Noir mit insgesamt 39 Prozent der Fläche, und Pinot Meunier, die Sorte, die die restlichen 33 Prozent ausmacht. Wer einen Champagner trinkt, kann sich sicher sein, dass er aus diesem Gebiet stammt: Die Champagne ist eine geschützte Region.
 

Seinen einzigartigen Geschmack hat Champagner vor allem zwei Faktoren zu verdanken. Vergleichsweise wenige Sonnenstunden und reichlich Niederschlag – das recht kühle Klima im Norden des Landes sorgt für eine langsame Reifung der Trauben. Ein hoher Säuregehalt in den Früchten ist die Folge, außerdem wenig Zucker. Letzteres wird allerdings oft in der aufwendigen Herstellung des Champagners aufgefangen: der Flaschengärung.

Méthode Champenoise 

Die klassische Flaschengärung wird nicht grundlos auch als die „Champagnermethode“ bezeichnet, denn diese Herstellungsweise ist für die Produktion von Champagner vorgeschrieben. Nach einer ersten Gärung wird das Getränk in die Flaschen gefüllt, mit Zucker und Hefe versetzt, dann folgt eine zweite Gärung. Auf diese Weise entsteht der typische Schaum, der Champagner erhält sein unvergleichliches Prickeln.
 
Die aufwendige Gärmethode, das für eine Weinregion außergewöhnliche Klima und die Exklusivität des Produktes Champagner haben lange dafür gesorgt, dass der berühmte Schaumwein als Produkt für die Upperclass galt. Große Unternehmen kauften die Trauben kleiner Winzer ein, um sie in großen Produktionen zu verarbeiten. Doch die Denkweise der kleinen Weinbauern ändert sich: Immer mehr wollen ihre Früchte behalten, ihren eigenen Wein herstellen.
 

Genau das sind die Perlen, die OT Wine sucht. Kleine, familiengeführte Häuser, die es wagen, selbst spannende Weinprodukte zu gestalten – oft sind das Hinterhof-Winzer, die nur in kleiner Stückzahl produzieren.

„In der Champagne findet gerade ein Umbruch statt“, erklärt Lena von OT Wine. „Dadurch, dass kleine Weinbauern eigene Weine herstellen, repräsentieren sie ihre Region viel besser. Es geht nicht mehr darum, seine Trauben so gut wie möglich zu verkaufen. Jetzt geht es um den Wein selbst.“

 

Geschrieben von FC